Home
Hundeführer
Einsätze
AKTUELLES
Termine

Mittwoch, 27. November 2013

Auf dem Weg zum Lebensretter

VON: TIROLER TAGESZEITUNG

Überall, wo er hinkommt, zieht er Blicke auf sich. Barik ist zehn Wochen alt und steht gern im Rampenlicht. Der kleine, tapsige Labrador tut sich leicht. Es gibt keinen, der den Hund nicht zum Anbeißen findet. Dabei kann er auch ein richtiger Frechdachs sein, erzählt sein Herrchen Philipp Falkner. „Er weiß, wie er uns auf Trab hält. Zurzeit knabbert er alles an: Stuhlbeine, das Bett, sogar die Finger“, schmunzelt der Landecker Bergretter, der mit seiner Freundin und dem jungen Hund seit 1. November eine Wohngemeinschaft bildet. Bariks Mutter stammt aus Österreich, der Vater aus England und er selbst aus einer Salzburger Zucht. In ein paar Jahren wird der kleine Hund die Landecker Bergrettung bei ihren Einsätzen unterstützen. Er ist der jüngste Anwärter für die Bergrettungs-Hundestaffel. Seine Aufgabe wird es sein, im Sommer Vermisste aufzustöbern und im Winter verschüttete Lawinenopfer zu finden. Ab dem kommenden Jahr startet er eine anspruchsvolle Ausbildung, in die auch sein Herrchen viel Freizeit investieren muss. Einen ersten Kontakt mit seinen Kollegen und seiner späteren Aufgabe gab es aber bereits vergangenes Wochenende, als der kleine Hund beim Einsatztest der Bergrettungshunde im Ötztal dabei war. Vorerst nur zum Zuschauen und zum Kennenlernen. „Dass er wächst und stubenrein wird, ist vorerst das Wichtigste“, betont Falkner. Zurzeit schläft der Labrador auch den halben Tag – vorzugsweise auf Herrchens blauer Arbeitsmontur im Bad. Große Freude am kleinen Hund hat nicht nur seine Familie, sondern auch der Bezirksreferent und Ausbilder der Bergrettungshundeführer, der Landecker Daniel Thönig. Er und sein Partner Sam bekommen, wenn Barik erst ausgebildet ist, Verstärkung vor Ort. Derzeit gibt es im Bezirk Landeck insgesamt zehn einsatzfähige Bergretter mit Hund. Das haben sie auch beim vergangenen Wintertest wieder unter Beweis gestellt. 16 Hunde aus den Bezirken Imst und Landeck haben dort gemeinsam trainiert und bestanden, betont Thönig. Derzeit gibt es keine Engpässe bei der Staffel. „Wichtiger als die Gesamtanzahl der Suchhunde ist die regionale Verteilung.“ Und hier gibt es Neuzugänge. Bereits den zweiten Winter mit im Team ist heuer Finn aus Nauders mit seinem Herrchen Hermann Folie. Die Ausbildung eines Hundes bedeutet viel persönlichen Einsatz und dauert insgesamt drei Jahre, so Thönig. Aber auch danach investieren die Bergretter viel ihrer Freizeit. Ab Lawinenwarnstufe 3 ist der Christophorus-Stützpunkt in Finais am Wochenende standardmäßig mit einem Hundeführer besetzt. Ansonsten sind die Bergretter mittels Pager und SMS erreichbar. Die Leitstelle entscheidet, welches Duo der Hundestaffel das nächstgelegene ist und schickt einen Hubschrauber, um die beiden aufzunehmen. Für Thönig ist wichtig zu betonen, dass alle Hundeführer auch gleichzeitig fertige Bergretter sind. „Es ist extrem gefährlich, in der Nacht im unwegsamen Gelände unterwegs zu sein. Im alpinen Bereich stößt man als Mensch schnell an seine Grenzen. Wir sind alle auf dem gleichen Stand der Technik.“ Tourengehern rät Thönig angesichts des bevorstehenden Winters, sich nicht allein auf das Verschüttetensuchgerät und die Sicherheitsausrüstungen zu verlassen, obwohl die immer dabei sein müssen. „Man soll so fahren, als ob man nichts dabei hätte. Wichtiger als das Equipment ist eine gute Tourenplanung.“ Das heißt, bei Lawinengefahr einmal auf eine Tour zu verzichten oder einfach woanders zu gehen, denn „nicht überall ist es immer gleich gefährlich. Mutig ist der, der sagt, wir kehren um.“ Die schnellste Art der Rettung sei außerdem immer noch die Kameradenrettung
Sonntag, 24. 09. 2017
TERMINE
« September - 2017 »
SMDMDFS
 0102
03040506070809
10111213141516
17181920212223
252627282930
LAWINEN LAGEBERICHT
Kontakt  |  Datenbank  |  Administration  |  Impressum  |  Login
HP Bergrettung Tirol